Freie Netzausgleichung 2D Netz (Software)

Stephan, Mittwoch, 06. Juli 2016, 17:22 (vor 474 Tagen) @ Micha

Hallo Micha,

das klappt ja so langsam immer besser. Toll, dass es das Programm gibt und toll, dass Du einem im Forum so gut und so schnell immer hilfst. Großes Lob!

Ja, ich wollte eigentlich nur ein 2D Lagenetz ausgleichen. So auch der ursprüngliche Titel meines Eintrages.Die Reduktionen kann man meines Erachtens bei meinem kleinen Netz vernachlässigen. Bei größeren Gebieten macht das natürlich auf jeden Fall Sinn.

Bei den Zenitdistanzen müsste ich dann auch pro Standpunkt eine Importdatei machen?

Aber das im Prinzip immer nur wenn ich einen Vollsatz gemessen habe?

Du hattest geschrieben man könnte die Ausgleichung auch trennen (2D+H-Lösung). Wie bewerkstellige ich das in Jag3D? Einmal ein Projekt mit nur 2D Beobachtungen und 2D Punkten rechnen? Und dann nochmal ein neues Projekt mit den 1D Elementen? Oder gibt es eine andere Möglichkeit?

Früher hatte ich immer ein Leica Gerät im Einsatz, seit einem Jahr bin ich mit einem Trimble S6 + TSC3 Trimble Access unterwegs. Im LGO konnte man sehr komfortabel die polaren Messelemente exportieren. Im Trimble HCE kann bekomme ich leider nicht die Horizontalstrecke raus. Alles andere lässt sich exportieren (Schrägstrecke/Zenitdistanz/Horizontalwinkel/Instrumentenhöhe/Reflektorhöhe).
Müsste man sich dann eventuell wirklich über Exce rechnen lassen, oder es gibt irgendein Stylesheet mit dem das auch geht...
Was gibt es denn in Jag3D genau für Routinen?

Du hattest natürlich Recht mit der Reihenfolge, erst Näherungskoordinaten und dann Mitteln, dann klappt das auch mit der Ausgleichung:).

Wo ich jetzt noch ein wenig Probleme habe ist in der Vorstellung der Ausgleichung. Bei der Freien Ausgleichung lege ich mein starres Netz so, dass es bestmöglich auf die Datumspunkte liegt. Wie eine 2D/3D Transformation. Das kann man sich gut vorstellen. Aber bei der dynamischen Ausgleichung, wo die Anschlußpunkt ein Fehlerbudget bekommen...wie verhält sich das wiederum auf mein Netz. Sehr hohe Genauigkeit der Anschlußpunkte drückt die Fehler dieser Punkte komplett ins Netz rein, eine niedrige Genauigkeit wirkt sich demnach nicht wirklich auf das Netz aus?!

Eventuell ist die Vorgehensweise auch so nicht schlecht (kannst mich da gerne korrigieren), wie gesagt, ich bin erst wieder am Einarbeiten in diese Materie:

Zuerst das Netz frei ausgleichen (Datumspunkte). Wenn die Beobachtungen okay sind, dann dynamisch ausgleichen (Anschlußpunkte). Punkte die nicht so gut passen bzw. schlecht passen nicht aktivieren sondern dann als Neupunkt einfügen, so dass die Beobachtung in der Ausgleichung erhalten bleibt. Anschließend frei ausgleichen ( eventuell halt ohne den "Ausreißer-Punkt")?
Spricht man dann von einer Teilspurminierung. Also freie Ausgleichung über alle Punkte -> Gesamtspurminimierung, freie Ausgleichung über nur einen Teil der Punkte -> Teilspurminierung?

Vielen Dank schon mal im Voraus. Deine Antworten helfen mir immer sehr!

Viele Grüße

Stephan


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion