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Integration eines eigenen Gitters (Software)

Micha ⌂, Bad Vilbel, Sonntag, 12. März 2017, 16:00 (vor 11 Tagen) @ Sedonas

Hallo Sedona,

Bleiben wir zunächst bei den lösbaren Problemen: ;-)

Wenn ich es in GeoTra auswähle, sind die Einstellungen für Start- und Zielsystem auf einmal grau hinterlegt und nicht mehr veränderbar.

Die Einstellungen werden solange ausgegraut, bis GeoTra die Gitterdatei eingelesen hat. Erst wenn die Datei vollständig geladen ist, sind die Optionen wieder verfügbar. Bisher waren die Daten nicht so groß, dass dies zu deutlichen Verzögerungen führte.

Die Transformation bringt mir bis auf die hinterste Nachkommastelle dieselben Koordinaten in UTM heraus wie die Transformation mit dem ungenaueren Beta2007 Gitter.

Solange das neue Gitter nicht geladen ist, gilt das vorherige Gitter. Wenn demnach vorher BETA2007 geladen wurde, ist dies noch im Speicher.

Beachte bitte, dass JAG3D per Default nur 500 MB im Hauptrspeicher nutzen darf. Wenn Deine Datei also schon 800 MB groß ist, wird die Applikation in einen OutOfMemory laufen. Du solltest also mehr Hauptspeicher zur Verfügung stellen, indem Du (unter Windows) die JAG3D.l4j.ini editierst bspw:

-Xms1000m 
-Xmx2500m 

Jetzt hat JAG3D 1 GB beim Initialisieren und darf bei Bedarf den Anteil auf 2,5 GB erhöhen.

Darüber hinaus wollte ich mal nachfragen, weshalb es mir beim Beta2007 Gitter in den Einstellungen für das Startsystem (in GK) nicht möglich ist den der zu transformierende Koordinate entsprechenden 12° Bezugsmeridian (also GK4) auszuwählen.

Kannst Du das Problem näher beschreiben? Ich habe kein Problem feststellen können, siehe nachfolgenden Screenshot.
[image]


Nun zu den weniger erfreulichen Sachen:

ich möchte das Ntv2-Gitter für Bayern ByKanu (Testdatei, für Abschnitt Oberbayern etwa 800 MB groß) vom Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Bayern einbinden. Habe es (.gsb) in den Ntv2 Ordner von Jag3D kopiert.

Wenn ich den Speicher erhöhe, wird die Oberfläche nach ca. 30 Sekunden wieder administrieren. Dennoch lässt sich keine Transformation durchführen. Ich habe die gelesenen GSB-Daten versucht zu validieren. Der GS_CONT liegt bei 54 Mio Datensätze (laut Datei). Es müssen also (wenn es eine ASCII-Datei wäre) min. 54 Mio Zeilen in dieser Datei sein. Der Datensatzzähler (im Falle einer ASCII-Datei wäre dies der Zeilenzähler) zählt für die gesamte Datei aber nur 5,2 Mio Datensätze und erreicht dann das END-Flag in der Datei. Es werden also viel zu wenige Datensätze aus der Datei extrahiert (oder die Datei ist korrupt und enthält weniger Datensätze als angegeben). Das selbe Problem habe ich auch bei Gesamtbayern. Laut Datei sollten sich ca. 214 Mio Datensätze in der Datei befinden. Ich lese aber nur ~16 Mio Datensätze ein, dann kommt das END-Flag.

Ich kann Dir im Moment nicht sagen, wo das Problem genau liegt - sprich: ob es ein Problem in GeoTra oder der GSB ist. Ich werde versuchen, es näher zu analysieren und mich dann ggf. noch mal melden.

Viele Grüße
Micha

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Tags:
NTv2, BY-KanU, Bayern, GeoTra


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