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Freie Netzausgleichung 2D Netz (Software)

Micha ⌂, Bad Vilbel, Mittwoch, 06. Juli 2016, 21:18 (vor 323 Tagen) @ Stephan

Hallo Stephan,

toll, dass Du einem im Forum so gut und so schnell immer hilfst. Großes Lob!

Danke. Bedenke aber, dass Du vor allem selbst hier gefordert bist. Es gibt ein Wiki, in dem viele Deiner Fragen beantwortet werden. Dort sind auch Beispielnetze mit Erklärungen. Die gibt es nicht grundlos. ;-)

Ja, ich wollte eigentlich nur ein 2D Lagenetz ausgleichen. So auch der ursprüngliche Titel meines Eintrages.Die Reduktionen kann man meines Erachtens bei meinem kleinen Netz vernachlässigen. Bei größeren Gebieten macht das natürlich auf jeden Fall Sinn.

So pauschal würde ich es nicht sehen. Wenn in einem Netz UTM-Koordinaten verwendet werden und man sich in der Nähe des Berührungsmeridians befinden, sind es immerhin 100 m-0,9996*100 m = 4 cm Streckenverzerrung auf 100 m. Das sollten gegenwärtige Instrumente schon auflösen können. Die Reduktion ist aber kein Ausgleichungsproblem, insofern war das nur ein Hinweis.

Bei den Zenitdistanzen müsste ich dann auch pro Standpunkt eine Importdatei machen?

Nein, warum? Es sind ja Winkel, die sich am Zenit orientieren. Folglich können diese, wie auch die Strecken, in einer Datei geführt werden. Normalerweise müssen nur die Richtungssätze mit unterschiedlicher Orientierung getrennt werden, alle anderen Daten können in einer Datei stehen.

Du hattest geschrieben man könnte die Ausgleichung auch trennen (2D+H-Lösung). Wie bewerkstellige ich das in Jag3D? Einmal ein Projekt mit nur 2D Beobachtungen und 2D Punkten rechnen? Und dann nochmal ein neues Projekt mit den 1D Elementen? Oder gibt es eine andere Möglichkeit?

Wenn Du die Zenitwinkel mit den Schrägstrecken in Horizontalstrecken und Höhenunterschiede umgewandt hast, kannst Du entweder ein 2D-Netz und ein 1D-Netz bestimmen - würde ich vermutlich so machen - oder beides in einem Netz vereinen, da ein 3D-Punkt auch Beobachtungen vom Type Horizontalstrecke und Höhenunterschied haben darf.

Müsste man sich dann eventuell wirklich über Excel rechnen lassen, oder es gibt irgendein Stylesheet mit dem das auch geht...
Was gibt es denn in Jag3D genau für Routinen?

Den Import hast Du doch bereits fleißig genutzt. Ist Dir der Eintrag Trimble nicht aufgefallen? ;-)

Sehr hohe Genauigkeit der Anschlußpunkte drückt die Fehler dieser Punkte komplett ins Netz rein, eine niedrige Genauigkeit wirkt sich demnach nicht wirklich auf das Netz aus?!

Im Prinzip, ja.

Zuerst das Netz frei ausgleichen (Datumspunkte). Wenn die Beobachtungen okay sind, dann dynamisch ausgleichen (Anschlußpunkte). Punkte die nicht so gut passen bzw. schlecht passen nicht aktivieren sondern dann als Neupunkt einfügen, so dass die Beobachtung in der Ausgleichung erhalten bleibt. Anschließend frei ausgleichen ( eventuell halt ohne den "Ausreißer-Punkt")?

Das hast Du mich bereits in Deinem ersten Posting gefragt und ich hatte drauf geantwortet. Ich bin mir nicht sicher, was Du von mir jetzt erwartest - wenn es unverständlich war, musst Du die Frage schon konkretisieren. ;-)

Spricht man dann von einer Teilspurminierung. Also freie Ausgleichung über alle Punkte -> Gesamtspurminimierung, freie Ausgleichung über nur einen Teil der Punkte -> Teilspurminierung?

Im letzten Absatz zum Datumsdefekt in der freien Ausgleichung wird diese Frage beantwortet. Umgangssprachlich kann man das sicher so sagen aber korrekt ist es nur, wenn die Normalgleichung ausschließlich Punkte enthält und alle anderen Zusatzparameter eliminiert sind. Die Spur einer Matrix müsste sich bei einer Gesamtspurminimierung schließlich auf die gesamte Matrix beziehen.

Weiterhin viel Erfolg
Micha

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