NTv2 mit mehreren Subgittern (Software)

Martin Köhr, Mittwoch, 09. Oktober 2013, 17:11 (vor 1524 Tagen)

Hallo Michael,

als Urheber der sächsischen NTv2-Dateien, auf die Sie freundlicherweise in der aktuellen Jag3D-Version verweisen, möchte ich darauf aufmerksam machen, dass die Gitterdateien Saeta20*.gs* veraltet sind und vom GeoSN nicht mehr angeboten werden. Ausschließlich die NTv2_SN ist unter http://www.landesvermessung.sachsen.de/inhalt/etrs/method/method.html#7ps verfügbar.

Bei der Anwendung von NTv2_SN ist mir aufgefallen, dass dem Nutzer die Auswahl des zu verwendenden Subgitters freigestellt wird. So bekommt man je nach Einstellung für einen Punkt, der in einem Subgitter liegt, wahlweise ein "Näherungs"ergebnis mit dem Elterngitter oder ein genaues Ergebnis auf Basis des betreffenden Subgitters. Mein Verständnis von der Philosophie der Subgitter ist, dass der Urheber des Gitters durch Bereitstellung von genaueren Subgittern dem Nutzer die "richtige" Auswahl der zur Interpolation zu verwendenden Shiftwerte vorwegnimmt und die Anwendungsprogramme auf Basis der Headerdaten der Subgitter automatisch die Zuordnung des genauesten Gitters treffen sollten. Gibt es einen besonderen Grund, warum Jag3D hier den Nutzer einstellen lässt, was er möglicherweise gar nicht fachgerecht zu tun in der Lage ist? Falls dieses Verhalten so gewollt ist, fände ich es besser, wenn ohne Eingriff des Anwenders das Programm zunächst automatisch das betreffende Subgitter zur Anwendung bringt (Auswahlbox müsste auf "automatisch" stehen). Momentan wird ohne Nutzereingriff automatisch das ungenauere Ergebnisse erzeugende Elterngitter (im speziellen Fall das "RD83") verwendet. Man kann annehmen, dass der Nutzer in der Regel das eigentlich nicht haben möchte.

Beste Grüße aus Dresden

Martin Köhr

Referent
Referat Geodätischer Raumbezug
Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen


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